Formate

Kollegiale Fallberatung

In diesem Artikel

Kennst du das, du hast eine Situation und fühlst dich wie der Ochs vom Berg? Etwas klappt einfach nicht oder jemand versteht etwas nicht, sieht es anders. Du bist mit deinem Latein am Ende und dabei hast du schon verschiedene Wege ausprobiert.

Dann gibt es einmal den individuellen Austausch, Coaching, Sparring, … das Anzapfen von mehreren Köpfen in Form der kollegialen Beratung:

Die kollegiale Beratung ist ein Format, in der gemeinsam praxisnah Lösungsimpulse gegeben und empfangen werden (falls ihr eine Moderatorin braucht: meldet euch ;)). Praxisnah, weil eben die Kollegen befragt werden, die sich in ähnlichen Situationen befinden und dadurch unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen einfließen lassen. Denn jeder sieht nur sein Stück von der Torte und gemeinsam sieht man mehr.

Folgende Rollen gibt es:

  • Moderation: (durch Coach oder rotierend) führt durch den Prozess und achtet auf Struktur & Zeit.
  • Fallgeber:in: Bringt ein aktuelles Thema oder eine Herausforderung ein.
  • Beratungsgruppe: stellt Fragen, bietet Perspektiven und entwickelt Lösungsoptionen.

Folgende Haltung ist die Grundlage:

  • Wertschätzung & Respekt
  • Vertraulichkeit
  • Offenheit für Perspektiven
  • Lösungsorientierung

Die Agenda

Willkommen, Vorstellung des Formates

Auswahl des Falles

  • Jede:r schreibt Situationen auf zu denen er Feedback haben möchte
  • Alle Situationen werden kurz vorgestellt und an eine Wand geklebt
  • die Gruppe votet (z.B. mit Klebepunkten oder Kreuzchen) den heutigen Fall

Der Fall

  • Fallgeber:in beschreibt Situation, Ziel, Beteiligte, bisherige Schritte
    • Wähle ein aktuelles, reales Thema
    • Formuliere ein Ziel: „Ich möchte einen neuen Ansatz finden für …“
    • Sei offen für ungewohnte Sichtweisen
    • Nutze die Gruppe – nicht nur zur Bestätigung
  • Gruppe hört aktiv zu – keine Unterbrechungen!

Verständnisfragen

  • Klärende, kurze Fragen der Gruppe
  • Keine Bewertungen, keine Lösungsvorschläge!

Perspektiven, Hypothesen, Lösungsansätze

Dann verschwindet die Fallgeber:in hinter einer Wand und macht sich im Laufe der Zeit Notizen. Die Gruppe startet mit dem „lauten Denken“:

Wichtig: Hierbei kann es „hinter der Wand“ zu Zuckungen und reflexartigen Reaktionen kommen, wie „ach, das habe ich schon gemacht, hat auch nicht funktioniert.“, „aber das ist anders“. Aushalten und zuhören ist die Devise. Das habe ich selbst am eigenen Körper erlebt :D. Atmen. Aushalten. Keiner ist perfekt. Keiner hat alles bis ins letzte Detail erklärt. Ich frame deswegen als Moderatorin immer, dass der Fall und die versuchten Handlungen nicht vollständig bis ins letzte Detail werden können, sondern es immer Sachen gibt, die der Fallgebende vergisst zu erzählen.

  • Teilt Eindrücke, Beobachtungen, Deutungen
  • Sammlelt konkrete Lösungsansätze
  • Kreativ, offen, ohne Diskussion
  • Gebt Hypothesen als Angebote, nicht als Wahrheiten
  • Trennt Beobachtung, Interpretation und Empfehlung

Reflexion

Fallgeber:in spiegelt:

  • Welche Ideen sprechen mich an?
  • Was waren neue Gedanken?
  • Was möchte ich konkret umsetzen?

Abschluss & Transfer

  • Kurzer Austausch: Was nehmen wir als Gruppe mit?

Nutze die Kraft deiner Gruppe!

Happy Working,
Wiebke

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